Alfred

Come Prima

Unterwegs nach Italien
Cover: Come Prima
Reprodukt Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783956400070
Gebunden, 224 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Volker Zimmermann. Frankreich in den späten 1950er Jahren. Der Tod ihres Vaters führt Fabio und Giovanni erstmals nach zehn Jahren wieder zusammen. In einem winzigen Fiat 500 machen sich die ungleichen Brüder auf den Weg nach Italien, um die Asche des Vaters in sein Heimatland zu überführen. Ihre Reise ist erfüllt von Spannungen, von Schweigen und Erinnerungen. Mit jedem Kilometer, den sie Italien und einander näherkommen, vervollständigt sich das Porträt ihres Vaters. Damit verdichtet sich eine Ahnung von jenen unausgesprochenen Ereignissen, die die Brüder viele Jahre zuvor entzweit haben. In seiner preisgekrönten Graphic Novel schickt der französische Autor und Zeichner Alfred seine Leser mit Fabio und Giovanni auf eine Zeitreise ins Italien des Faschismus und studiert die Komplexität menschlichen Zusammenlebens.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.02.2015

Fritz Göttler findet den Comicband des französischen Autors und Zeichners Alfred gelungen. Den Preis des Comic-Festivals in Angoulême hat der Band für Göttler zu Recht erhalten, gehört die darin erzählte Story für ihn doch zu den schönsten Heimkehrgeschichten der vergangenen Jahre. Die Atmosphäre der späten 50er Jahre in Frankreich, der Midi, die Reise zweier Brüder heim nach Italien - all das vermag der Autor laut Göttler mit Liebe zu zeichnen. Dass er zugleich die Macht der Erinnerung (hier: an Faschismus, Krieg und Widerstand) abzubilden weiß, als "gestanzte Momente der Unbewegtheit, die die Gegenwart prägen", weiß Göttler zu schätzen.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.12.2014

Mit seinem wehmütigen Road Comic über zwei sehr unterschiedliche Brüder zu Zeiten des italienischen Faschismus streift der italienische Comicautor Alfred seine Autobiografie auf den ersten Blick zwar nur am Rande, erklärt Rezensent Ralph Trommer, doch steckt auch diese, hier sehr abwechslungsreich entfaltete Beziehungskonstellation voller Verweise auf das Leben des Künstlers. Ganz und gar hervorragend findet der Rezensent dabei Alfreds expressiven, vitalen Stil, die "warmen Farben" und die Formenvielfalt, mit der er Flashback-Erinnerungen zuweilen auch wie im Siebdruck ins Geschehen einstreut. "Federleicht und mit verschmitztem Humor" sowie mit viel Lust am formalen Experiment gelingt Alfred dabei eine berührende Parabel über die Ups und Downs des Lebens, freut sich der Kritiker.
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