Eine Einführung in den ersten industrialisierten Krieg der Geschichte. Der amerikanische Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 gilt wegen seines totalitären Charakters, der hohen Verluste und seiner technischen Gewalt als der erste moderne Krieg der Menschheitsgeschichte. In kritischer Auseinandersetzung mit den historischen Quellen spürt Giampiero Carocci den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen jener Umwälzungen nach, aus denen die Vereinigten Staaten von Amerika als Großmacht hervorgingen.
Ines Kappert geht in die Luft angesichts dieses ihrer Meinung nach höchst fragwürdigen Geschichtsbuches des Italieners Giampiero Carocci. Sogar die Pressestelle des Wagenbach Verlags hat sie konsultiert, um zu erfahren, wie ein so schlecht recherchiertes, der Rezensentin zufolge eher von subjektivem Interesse als von historischen Fakten geleitetes, von "halsstarrigem Rassismus" zeugendes Werk in das Programm des "roten" Verlagshauses gelangen konnte - und das in der vierten Auflage! Genau. Das Buch verkauft sich. Auf die bohrende Frage, welche Leser mit angestaubten Erkenntnissen zum amerikanischen Bürgerkrieg und verharmlosenden Einschätzungen zur Sklaverei, wie Kappert sie bemängelt, vorlieb nehmen, hat die Pressestelle wohl keine Antwort gehabt.
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