Luigi Pirandello

Einer nach dem anderen

Novelle
Cover: Einer nach dem anderen
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2006
ISBN 9783803112347
Gebunden, 115 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Sabine Schneider. Pirandello entwirft ein verzwicktes Szenario mit einem ausgefeimten Komödienpersonal, Leute, die bauernschlau dreimal um die Ecke denken, um ihren Vorteil zu ergattern, wobei einer nach dem anderen das Nachsehen hat. Sehr komisch und sehr sizilianisch!

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.08.2006

Auch wenn Luigi Pirandellos Novelle "Einer nach dem anderen" bereits 1902 das erste Mal veröffentlicht wurde, ist die Liebesgeschichte und die Komik, mit der sie erzählt wird, noch immer aktuell, notiert eine begeisterte Rezensentin Maike Albath. Pirandello erzählt die derbkomische Geschichte einer junge Frau, die von ihrem Vater mit einem 72-jährigen Greis verheiratet wird, und das alles in der entsprechenden Tonart. Das schnelle Hin- und Herspringen zwischen kurzen Dialogen und der Wiedergabe der Gedanken der Protagonisten macht die Lektüre laut Albath zu einem kurzweiligen Vergnügen. Auf satirische Weise schaffe Pirandello nebenbei das Porträt eines typischen sizilianischen Dorfes, in dem leidenschaftlich geklatscht und getratscht wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.06.2006

Dieser zweite, 1902 erschienene Roman erfreute sich zwar keiner besonderen Beachtung und wird auch heute nicht zum "Kanon" des sizilianischen Autors gezählt, dennoch enthält er bereits alles, was Luigi Pirandellos Werk ausmacht, schwärmt Steffen Richter. In dem kurzen Roman will Vater Ravi seine junge Tochter Stellina an den alten, reichen Don Diego verheiraten, um ihr eine schnelle Erbschaft zu verschaffen, allerdings spielt das Leben bei den elaborierten Plänen nicht mit, fasst der Rezensent zusammen. Er feiert den Autor als wichtigen Begründer der sizilianischen Literatur, der sich mit seinen Werken gegen die italienische Variante des literarischen Naturalismus stellte, worauf er gerne einige Hinweise in einem Nachwort gelesen hätte. Das aber fehlt in dieser Ausgabe zu seinem Bedauern und Unverständnis. Und so findet er auch, dass der Klappentext, der die hintersinnige Geschichte lediglich als unterhaltsame Komödie anpreist, erheblich zu kurz greift.
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