»Die Kunst hat nur ein Geheimnis, das ist die Grammatik«, so hat Gerhard Falkner den Zugang zu seinem Werk umschrieben, das seinen Rang als einer der führenden Vertreter anspruchsvoller Gegenwartslyrik begründet hat. "Kaum ein westdeutscher Lyriker der achtziger Jahre ist mit dem Anspruch auf Stilhöhe und die existenzielle Auffassung seines Schreibens so ernsthaft und vehement hervor getreten wie Gerhard Falkner", schreibt Erk Grimm im "Kritischen Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur" über den 1951 geborenen Autor, der sich zwischenzeitlich aus dem gedichtblinden Literaturbetrieb zurückzog, nach der Jahrtausendwende aber mit Gedichtbänden wie "Endogene Gedichte" und "Hölderlin Reparatur" erneut Furore machte und zum Bezugspunkt für viele jüngere Kolleginnen und Kollegen wurde. Das Heft widmet sich verschiedenen Facetten des Werkes vor allem des Lyrikers Gerhard Falkner. Es enthält zudem neue Gedichte sowie ein Gespräch mit Falkner und eine Auswahlbibliografie.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…