Gerd de Bruyn

Das mächtige Häuflein

Ein Frankfurter Jazz-Diorama
Cover: Das mächtige Häuflein
Edition Staub, Neuss 2016
ISBN 9783928249737
Gebunden, 152 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Mit Zeichnungen von Alban Janson. Die Erzählung "Das mächtige Häuflein" ist eine humorvolle Milieustudie über eine Jazz-Musik liebende Gelehrtenrepublik der achtziger Jahre. Schauplatz ist Bornheim, ein Stadtteil in Frankfurt am Main. Hauptpersonen sind der Wasserhäuschen-Pächter Teste, die Organistin Traudel und ihr Freund, der Dioramen bastelnde Bruns. Sie und alle anderen - die schöne Isolde, Solo, Ruth, Dieter, die heilige Elisabeth, Gudrun, Rainer und der schwule Erwin - verweigern sich den Verlockungen einer Welt, die inzwischen derart ökonomisiert ist, dass sogar die Nischen verschwunden sind, in denen der Widerstand gegen den Kapitalismus einst die Form einer Idylle annehmen konnte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.01.2017

Christian Thomas ist genervt von Gerd de Bruyns Rückblick auf die 80er und 90er in Frankfurt. Was als bitterböse Milieustudie beginnt, die Jazz-Fixierung und Gelehrtenrepublik aufs Korn nimmt, Lebenslügen zu entlarven sich vornimmt und das Scheitern besingt, entpuppt sich für den Rezensenten als ein im altväterlichen Ton verfasstes, mit Bildungsverweisen prahlendes, betont antibürgerliches Bescheidwisser-Biedermeier. Macht keinen Spaß, findet Thomas.