Aus dem Französischen von Eugen Helmlé. Vom leeren Blatt Papier über das Bett, die Treppe, die Wand, das Mietshaus, die Straße über das Land und die Welt ins Universum: Träume von Räumen durchmisst spielerisch Raum und Räume, vom Allernächsten bis hin ins Fernste. Sogenannte praktische Übungen ("Durchqueren Sie Paris, aber nur durch Straßen, in deren Name ein C vorkommt!") unterbrechen die Anordnung, und sehr persönliche Miniaturen sorgen dafür, dass das Spiel niemals im Unverbindlichen verbleibt. Kein anderes Buch kann wohl als so typisch für Perecs Werk bezeichnet werden: ein Panorama literarischer Schnipsel, Sprachspiele, Kurzessays, Glossen und Experimentalanordnungen. Lange vergriffen, ist einer der programmatischsten und wirkmächtigsten Texte des großen Experimentators Georges Perec in einer neuen Ausgabe endlich wieder auf Deutsch zugänglich.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.01.2014
Ingeborg Waldinger begrüßt diese Neuauflage von Georges Perecs Werk "Träume von Räumen" in der "legendären" Übersetzung von Eugen Helmlé. Im Vergleich zum Originaltitel "Espèces d'espaces" akzentuiert der deutsche Titel für sie mehr den "phantasierenden Aspekt des Buchs". Sie schätzt das Werk als Bestandsaufnahme und reflexive Auseinandersetzung mit Räumen beziehungsweise. mit der Kategorie des Raumes. Die Vielzahl der thematisierten Räume korrespondiert in ihren Augen mit der Vielzahl der Textsorten wie Sprachspiele,Glossen, Wortlisten, Übungsvorschlägen und Essay, die Perec hier nutzt.
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