Ordnung muss sein. Beim Baden bitteschön streng nach Geschlechtern getrennt, doch in der Wissenschaft zählt nur, was auf der Tafel steht. Jedenfalls für den Mathematiker David Hilbert, der seine brillante Kollegin Emmy Noether in Göttingen als Professorin durchsetzen wollte. Doch nicht nur damit war er seiner Zeit voraus (der Antrag wurde natürlich abgelehnt) - Hilbert hatte für die moderne Naturwissenschaft etwas denselben Stellenwert wie Pablo Picasso für die moderne Kunst. In Göttingen gaben sich bei diesem merkwürdigen Genie die bedeutendsten Köpfe die Klinke in die Hand: Einstein, Bohr, Heisenberg, Gödels Sätze über die Unvollständigkeit der Mathematik und Alan Turings Weg zur universellen Rechenmaschine - alles lässt sich hierher zurückverfolgen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2017
Rezensent Ulf von Rauchhaupt geht mit einem Gefühl der unbefriedigten Neugierde aus der Lektüre des Essays von Georg von Wallwitz über den Mathematiker David Hilbert hervor. Fast nichts Neues oder Anekdotisches über den Mann ist bekannt und so kann der Autor nur auf illustre Kollegen wie Einstein oder Emmy Noether ausweichen, um zu unterhalten, erkennt der Rezensent. Das Wichtigste zu Hilbert allerdings kommt vor, meint er. Und dasss es dem Autor gelingt, Hilberts zentrale Rolle in der Mathematik und Physik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch einer mathematisch nicht vorgebildeten Leserschaft auf dennoch hohem Niveau zu vermitteln, ist ja auch keine Kleinigkeit, findet er.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…