Von Arthur Hartmann, Trygve Holland und Sarah Holland. Die Strukturen Organisierter Kriminalität und Terroristischer Gruppierungen gleichen sich einander an, ebenso deren Vorgehensweisen und Methoden. Hierzu zählt auch, wie diese sich finanzieren, wie sie die Erträge ihrer Aktivitäten verwenden und zumindest teilweise in den regulären Geldkreislauf überführen mittels Geldwäsche. Der Westliche Balkan gilt als Hinterland der in der EU ansässigen und grenzüberschreitend agierenden kriminellen Vereinigungen. Vor diesem Hintergrund sind die Verbindungen der Mafia auf den Westlichen Balkan und hierbei insbesondere Albanien, Mazedonien, Montenegro und Kosovo von Bedeutung; hier treffen sie auch auf terroristische Akteure wie den IS und die ANA. Sie gehen zweckgebundene Kooperationen ein, um gemeinsam ihre jeweiligen Interessen zu verfolgen. Gegenstand vorliegenden Buches ist die Untersuchung dieser Gemengelage, um darzustellen, welche Auswirkungen dies auf die EU und ihre Mitgliedstaaten hat. In der Folge werden mögliche Lösungsansätze für die strategische und operative Ebene formuliert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2019
Alexander Haneke erfährt bei Arthur Hartmann, Trygve Ben Holland und Sarah Holland Wissenswertes über den Zusammenhang zwischen Terrorismus und organisierter Kriminalität am Beispiel Albanien. Mit schlagenden Beispielen belegte Erkenntnisse über Synergien, Geldwäsche, Drogenanbau und Schmuggel zwischen dem IS und Albanien lassen den Rezensenten staunen, dass der radikale Islamismus im Land sich nicht weiter ausbreiten konnte. So lesenswert die Beispiele sind, so spröde leider auch der trockene Stil und das Auffahren sperriger Dokumente, findet Haneke. Und über die real existierenden Verbindungen zwischen der albanischen Mafia und dem internationalen Terror können ihm die Autoren auch nichts wirklich Neues berichten.
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