Garry Disher

Leiser Tod

Roman
Cover: Leiser Tod
Unionsverlag, Zürich 2018
ISBN 9783293005280
Gebunden, 352 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Peter Torberg. Dicke Luft auf der Peninsula: Ein Vergewaltiger in Polizeiuniform treibt sein Unwesen. Eine Reihe von bewaffneten Raubüberfällen hält die Polizei in Atem. Eine gerissene Meisterdiebin spielt Katz und Maus mit den Sergeants. Einsparungen an allen Ecken und Enden drücken die Arbeitsmoral auf dem Revier. Als Hal Challis das alles auch noch einem Zeitungsreporter erzählt, sieht er sich an allen Fronten belagert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.04.2018

Fritz Göttler ist beeindruckt davon, wie Garry Disher die Arbeit einer Meisterdiebin beschreibt, präzise, unspektakulär. Wie der Autor parallel zu den Raubzügen den Alltag bei der Kripo und von Inspector Hal Challis im australischen Outback schildert, scheint ihm gleichfalls bemerkenswert. Nach fünf Romanen der Serie ist Göttler mit dem Einsamkeit evozierenden Setting, den Figuren und ihrem Traumata vertraut. Dass sich die verschiedenen Geschichten innerhalb des Romans berühren und verhaken, steigert die Spannung, meint er.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.2018

"Leiser Tod", der sechste Band der Inspektor-Hal-Challis-Romane des australischen Krimi-Autors Garry Disher, hat Hannes Hintermeier nachhaltig beeindruckt. Vor allem gefällt ihm Dishers soziologisch präziser Blick auf die Welt, der sich auch in einer detailreichen Schilderung der Ermittler-Arbeit spiegele. Die fantasiereichen Fälle seien zwar größtenteils voneinander unabhängig, informiert der Rezensent, verbänden sich aber dank einer sorgfältigen Analyse der sozialen Unterschiede in einem Naherholungsgebiet bei Melbourne zu einem Sittengemälde, das auf die "innere Verfasstheit einer Gesellschaft" abziele. Die "Reibungshitze", die Disher dort freilegt, bringt ihm nach Hintermeier verdient den ersten Platz auf der KrimiBestenliste ein.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.02.2018

Rezensentin Sylvia Staude liest nicht das beste Buch von Garry Disher mit diesem sechsten Roman um die Ermittler Hal Challis und Pam Murphy. Sorgfältig wie je allerdings verbindet der Autor laut Staude verschiedene Handlungsstränge, wenn er australische Polizisten bei der mehr oder weniger aufregenden alltäglichen Arbeit zeigt und schließlich ungezwungen Fäden zusammenführt. Dem vorliegenden Plot um eine geheimnisvoll vielgestaltige Einbrecherin bekommen das dauernde Abschweifen und die vielen Figuren und Ereignisse allerdings nicht, findet die Rezensentin. Die Atmosphäre leidet, auch wenn Dishers Stil klar leuchtet wie immer, meint sie.

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