Als der Junge aus der mongolischen Steppensiedlung in Deutschland ankommt, gibt es viel zu staunen und zu lernen. Es treten in sein Leben: die verrückten Kommilitonen aus aller Herren Länder auf der Suche nach dem Absoluten. Verena und ihre Kunst, glücklich zu machen. Ein Schriftsteller und Pferdenarr mit Namen Strittmatter, dem der Jurtenjüngling zeigt, wie man ein Pferd mit dem Lasso fängt. Und eine neue Sprache mit wundersamen Wörtern: Topinambur!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2007
Großes Vergügen hat Rezensentin Anja Hirsch die Lektüre Galsan Tschinags Erzählband "Auf der großen blauen Straße" bereitet. Der in der Mongolei geborene Autor, der in den sechziger Jahren in Leipzig Germanistik studierte, schlage darin - wie in vielen seiner früheren Erzählungen - noch einmal einen Bogen von seiner Heimat zum sächsischen Gastland. Wie er den "Blick des hier ankommenden Studenten" in "unverbrauchte Bilder" übersetzt und staunend das Leben in der durch und durch geregelten DDR beschreibt, scheint Hirsch sehr gelungen. Die dabei entstandenen Momentaufnahmen wirken auf sie immer wieder "bizarr", nicht nur wegen der Stoffe, sondern auch wegen der "feinsinnigen Art ihrer Schilderung".
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