Aus dem Englischen von Boris Greff, Max Herresthal und Matthias Marx. Alle Kriminalgeschichten sind Maskenspiele, und Gilbert Keith Chesterton war ein Meister dieses Genre. Zum hundertsten Geburtstag seines berühmtesten Detektivs, Father Brown, erscheint eine außergewöhnliche Sammlung von Texten, die bis auf wenige Ausnahmen noch nicht auf Deutsch greifbar waren. So war Chesterton nicht nur ein Meister der Kriminalgeschichte. Er hat sich auch in vielen Texten zu verschiedensten Aspekten der Kriminalistik und zur Theorie der Detektivgeschichte geäußert - ja er gab mehrfach konkrete Hinweise zu deren Abfassung. In der nun vorliegenden Sammlung wird nun erstmals der ganze Kontext, der Nährboden für seine Kriminalliteratur freigelegt. Dabei sehen wir Chestertons "Blick in den eigenen Abgrund";, verfolgen die Aktualität von "Jekyll und Hyde"; und erfahren viel über seine Sicht auf unsoziale und verbrecherische Strukturen. Zu oft stellt sich "Die Unschuld des Kriminellen"; zu spät heraus!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.08.2010
Mit einem klaren Urteil über die Sammlung von Essays und Detektivgeschichten G. K. Chestertons "Die Unschuld des Kriminellen" hält sich Alexander Kissler zurück. Kissler fasst einen Essay Chestertons zusammen, in dem dieser sich über das gängige Vorurteil echauffiere, Kriminalgeschichten böten nur platte Unterhaltung. Ebenso bemerkt der Rezensent die Sympathie Chestertons mit der Figur des Verbrechers (wobei er natürlich niemals dessen Straffreiheit fordere). Nach einer Kritik am "arg lässigen" Lektorat des Bandes spricht der Rezensent dann den darin versammelten Geschichten aber "die metaphysische Dimension" von guten Kriminalromanen zu.
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