Leitfigur und Wegweiser dieses Buches ist der Narr, wie wir ihn aus dem Mittelalter und von Shakespeare aber auch aus der Symbolik des Tarot-Spiels kennen: Sein klarer, kindlicher Geist nimmt jene außergewöhnlichen Erfahrungen auf, die gewöhnlichen Menschen verborgen bleiben. Unbeirrt geht er seinen Weg, ohne sich von der Gesellschaft einschränken zu lassen. Er hat keine Angst vor Veränderung. Sein Witz und seine Ironie lockern festgefahrene Situationen auf. Sein Einfallsreichtum findet Auswege aus Sackgassen. Seine Respektlosigkeit deckt Verkrustungen auf. Unerschrockenheit, nicht Leichtsinn und Blindheit kennzeichnen ihn. In dem vorliegenden Buch nutzt Fritz Maywald diese Eigenschaften und Fähigkeiten des Narren und macht sie für Veränderungsprozesse in Unternehmen fruchtbar. Seine überzeugende Botschaft: Nur wenn kluge, furchtlose und erfinderische Narren Einzug in die Unternehmen halten, nur wenn die Manager närrischer werden, kann eine Brücke zwischen Menschlichkeit und Veränderung geschlagen werden. Denn nur solche Manager sind frei genug, um mutig neue Wege zu beschreiten, die den geforderten wirtschaftlichen Erfolg und die Zufriedenheit der Mitarbeiter sicherstellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2000
In seiner kurzen Rezension streicht Hartmut Hänsel das Besondere an dieser Untersuchung heraus, deren Erkenntnisse ansonsten nicht neu seien. So handele es sich hier um einen "klassischen Fahrplan" für Veränderungen in Unternehmen, dessen Hinweise und Vorschläge man auch "anderswo nachlesen" könne, merkt der Rezensent an. Jedoch sei in dem Einfall des Autors, einen "Joker" vorzuschlagen, der in der Rolle des Hofnarren furchtlos und erfinderisch Veränderungen initiieren könnte, ein origineller Ansatz zu finden, lobt der Rezensent.
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