1 CD, 60 Minuten. "Du mein Blutkörperchen, du mein armes wildes Blutkörperchen ..."
Ihre Totenklage um den verstorbenen Gefährten Ernst Jandl hat Friederike Mayröcker für die Komposition von Lesch Schmidt ins Mikrofon gesprochen. Entstanden ist eine metrische Hymne mit Musik für Klavier, Geige, Kontrabass, Tuba, Flöte, Saxophon, Schlagzeug und die Stimme von Dagmar Manzel, ein Lamento von berückender Intensität.
"Klangrausch" und "Farbzauber" attestiert Rezensent Alexander Cammann der Prosapoesie von Friederike Mayröcker. Mehr noch: Wenn Mayröckers 2001 verfasstes "Requiem für Ernst Jandl" auf dieser Aufnahme erklingt, begleitet von den "wilden" Klavier-, Geigen-, Tuba, Kontrabass- und Tuba-Kompositionen von Lesch Schmidt, wähnt sich der Kritiker gar in einem "ewigen Kosmos aus lockeren, modernen Sphärenklängen". Dagmar Manzels mal gesungene, mal gesprochene Passagen und die von Mayröcker gesprochenen Erinnerungen und Wahrnehmungen machen das Hörvergnügen für den Rezensenten perfekt.
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