Herausgegeben, bearbeitet und mit einem Nachwort versehen von Gabriele Habinger. Mit Fotos und Kartenskizzen. Im Herbst 1929 kam Freya Stark in den Orient. Von Bagdad reiste sie weiter nach Persien; vor allem die entlegenen Bergregionen stellten ein verlockendes Reiseziel dar. Sie hatte sich vorgenommen, das damals den Europäern nahezu unbekannte Tal der Assassinen im Bergland südlich des Kaspischen Meeres zu bereisen, um die Lage der hier liegenden zahlreichen Burgen zu erforschen. Diese Bergfestungen der Assassinen - das Wort bedeutet soviel wie "Mörder" -, auch "Haschischesser" genannt, eine berüchtigte schiitische Geheimgesellschaft, der man nachsagte, vor nichts zurückzuschrecken, galten während ihrer Schreckensherrschaft als nahezu unerreichbar und uneinnehmbar. Freya Stark beschloß, für ihre Reise Persisch zu lernen; im April 1930 begab sie sich nach Hamadan in Persien, einen Monat danach war sie allein auf dem Weg ins Alamut-Tal der Assassinen ...
Für Ulla Biernat ist das Buch "trotz seiner ethnografischen Schwächen" ein Klassiker unter den Reisebüchern. Dass der Pragmatismus der um 1930 in Persien reisenden Autorin letztlich die Oberhand behält über der von Biernat mit Bedenken konstatierten Neigung zu romantisierender Betrachtung (Landschaftsbeschreibungen mit "Idyllenklischees"), wird seinen Anteil an diesem Urteil haben. Entscheidend aber ist für die Rezensentin die "laienhafte Unentschiedenheit" der Autorin zwischen ihrer Reiselust und einem unüberwindlichen Hang zu warmen Waschwasser und wanzenfreien Feldbetten.
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