Frederic Martel

Mainstream

Wie funktioniert, was allen gefällt
Cover: Mainstream
Albrecht Knaus Verlag, Zürich 2011
ISBN 9783813504187
Gebunden, 512 Seiten, 24,99 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Elsbeth Ranke und Ursel Schäfer. Avatar, Stieg Larsson, Google, Michael Jackson - wie funktioniert die Kultur der Massen und wer macht sie? Was gefällt allen, überall auf der Welt? Und warum? Es geht in diesem Report über die weltweite Kulturindustrie um ein Billionengeschäft. Es geht aber auch um die Herrschaft über Worte, Bilder, Träume und Weltanschauungen. Fünf Jahre reiste der Medienforscher Frederic Martel auf allen Kontinenten, befragte in 1250 Interviews die Mitwirkenden der Kreativindustrien von 30 Ländern. Auf der Suche nach Gewinnern und Verlierern begleitet ihn der Leser in die Kapitalen des Entertainment, nach Hollywood und Bollywood, zu TV Globo nach Brasilien, zu Sony, Al Jazeera, Televisa, in ägyptische Multiplexkinos, die Kleinstädten gleichen, zu Kellnern in L.A., aus denen Weltstars wurden, und zu Julliard-School-Absolventen, die kellnern. Noch beherrscht Amerika den globalen Markt, doch deutlich dringt aus den Medienkonzernen in Mumbai, Shanghai, Seoul, Rio und Dubai der Schlachtruf: "Wir haben ein Milliardenpublikum, wir haben Geld, wir werden es Hollywood zeigen."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2011

Ein bisschen hilflos lässt Rezensent Ernst Horst einen mit diesem Buch zurück, das einer gewaltigen Materialschlacht gleichzukommen scheint. Der Soziologe und Medienforscher Frederic Martel widmet sich darin der weltweiten profitablen Massenunterhaltung. Tausende von Interviews hat Martel dafür geführt, listet der Rezensent auf, in 150 Städten in 30 Ländern. Es geht um Film und Popmusik, Hollywood und Motown und um die unzähligen hispanischen Versionen von Soaps wie den "Desperate Housewives". Was genau Martel dazu sagt, erfahren wir nicht, der Rezensent selbst belässt es weitgehend beim Referat, meldet doch aber Zweifel an den Thesen an, dass Europas Kultur einerseits zu elitär sei, andererseits auf dem absteigenden Ast.

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