Frances Fyfield

Ein böser Verdacht

Roman
Cover: Ein böser Verdacht
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002
ISBN 9783455022346
Gebunden, 350 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Roberto und Pociao de Hollanda. "40 Tote bei Zugunglück" lautet die Schlagzeile, die weite Teile der Bevölkerung um London in Aufregung versetzt. Auch den steinreichen Douglas Petty, dessen junge Frau Amy in dem Unglückszug saß und von der jedes Lebenszeichen fehlt. Katastrophen lösen die seltsamsten Reaktionen aus. Denn Amy Petty ist mitnichten unter den Toten, sondern nimmt den Unfall zum Anlass, klammheimlich vom Unglücksort zu verschwinden. Für Douglas Petty, der gerade wegen diffamierender Berichterstattung gegen eine Zeitung prozessiert, ist Amy eine wichtige Zeugin. Ohne ihre Aussage steuert er dem Ruin entgegen. Für die mit dem Verleumdungsfall befasste Anwältin Elizabeth Manser ist schon bald klar, dass der Alte Dreck am Stecken hat. Und es dauert nicht lange, bis sie herausfindet, dass Amy noch am Leben ist. Doch so eindeutig, wie es anfangs aussieht, liegen die Dinge nicht...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.11.2002

Endlich einmal eine Autorin, auf die das Prädikat "Queen of Crime" wirklich zutrifft, schwärmt Regula Venske, die findet, dass auch dieser Kriminalroman wieder mal "Beklemmung pur" ausstrahlt. In der Geschichte, in der die einsame und übergewichtige Protagonistin im Nachbarabteil ihres Zuges einen Mord beobachtet und dann ein Zugunglück nutzt, um unterzutauchen mischen sich die Genres, vom Krimi über den Entwicklungsroman und die Liebesgeschichte, resümiert die Rezensentin. Sie preist die "kühl-analytische" Beobachtungsgabe der Autorin, die stets mit "Verständnis" und ohne zu verurteilen auf die Helden ihrer Geschichte blickt, wie es Simenon einst gefordert hat. "Heimelig einrichten" kann man sich in diesem Krimi nicht, dafür ist er viel zu bedrückend, meint Venske, die das Buch deshalb für die "Masse der Krimileser" für verloren hält und es als ein "Roman für die Erste Klasse" charakterisiert.
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