Aus dem Amerikanischen und mit einem Nachwort versehen von Eva Hesse. In diesem Buch liefert Ezra Pound seinen Lesern ein zuverlässiges Gerüst der Bewertung und Einstufung von literarischen Werken aller Zeiten und Breitengrade und erweist sich dabei als subversiver Humorist, der beherzt die Spreu vom Weizen trennt und seinen Lesern zugleich mit großer Kennerschaft und Zärtlichkeit die Wunderwelten der Literatur erschließt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.08.2013
Pounds Kanon muss Werner von Koppenfels gar nicht zustimmen, um dieses Buch zu mögen. Zum pädagogischen Duktus passt laut Rezensent der Anreiz zum Widerspruch. Zum Beispiel wenn Pound deutsche Dichtung basht. Und staunend andererseits steht Koppenfels angesichts mancher Neubewertung (Ovid). Als Elementarbuch empfiehlt sich der Band für ihn auch wegen seiner Einführung ins richtige Lesen, ins Handwerk der Sprachkunst und durch Pounds Gebaren als konservativer Revolutionär, der das Tradierte fürs Heute flottzumachen sucht. Das bisschen autoritäres Gehabe und die den Rezensenten anspringende wichtigtuerische Typografie lässt Koppenfels dem Buch da gern durchgehen.
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