Ewald Frie

Die Geschichte der Welt

(Ab 14 Jahre)
Cover: Die Geschichte der Welt
C.H. Beck Verlag, München 2017
ISBN 9783406711695
Gebunden, 464 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Die Geschichte der Welt wird bis heute von Europa aus erzählt. Höchste Zeit für einen frischen Blick: Australien wurde vom Homo sapiens früher besiedelt als Europa. Menschen fuhren Tausende Kilometer über den offenen Pazifik, als die Römer noch ängstlich an der Küste entlangsegelten. Die Pyramiden und Städte Amerikas können es mit Babylon und Ägypten aufnehmen. Und während Westeuropa in der Neuzeit Glaubenskriege führte, erstreckte sich ein multikultureller Handelsraum von Ungarn bis Südindien. Aber natürlich geht es auch um die Barbaren im Abendland: Ewald Frie erzählt von ihren Entdeckungen und Eroberungen, ihren Revolutionen und Kriegen, die die Welt verändert haben. Seitdem wird unser Planet zu einer globalen Megacity, in der sich die Reichen von den Armen abschotten und trotzdem alle miteinander vernetzt sind. Und die Megacitys dieser Welt liegen heute da, wo es schon vor Jahrtausenden die größten Städte gab: außerhalb Europas.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2017

Rezensentin Franziska Augsteins zahlreiche Vorschläge zur Optimierung des vorliegenden Kinderbuches lassen vermuten, dass sie "Die Geschichte der Welt" am liebsten selbst "neu erzählt" hätte, was allerdings nicht bedeutet, dass sie Ewald Fries Lösung nicht für lesenswert hält. Ganz im Gegenteil: Großzügig nimmt sie ihn vor denen in Schutz, die sicher nicht lange auf sich warten lassen werden, wie sie vermutet, die "Meckermäuler", die sich über Auslassungen beschweren werden oder Rechtschreibfehler, über die sie hinwegsehen kann, denn eines, das wichtigste, hat Frie richtig gemacht: Mit Bedacht und sehr sensibel hat er ausgewählt, was sich für junge Leser aus den vergangenen 5000 Jahren der Menschheitsgeschichte zu erzählen lohnt, dabei lässt er den Blick schweifen und verharrt durchaus nicht, wie einige es tun würden, bei Europa und eventuell Nordamerika. Kleinigkeiten nur sind es, die Augstein sich noch gewünscht hätte, wie beispielsweise Rätselfragen am Beginn jedes Kapitels, die die Lektüre noch ein wenig spannender gemacht hätten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2017

Eva-Maria Magel hat viel Freude mit Ewald Fries etwas anderer Weltgeschichte. Kein Geschichte des survival of the fittest aus westlicher Sicht legt ihr der Autor vor, sondern einen bunten Teppich, an dem alle mitwirken. Wenn der Autor im frühen China loslegt und sich über die Russische Revolution bis zum Thema Islam und Moderne vorackert, lernt Magel, dass sich ohne unterschiedliche Perspektiven gar nichts erschließt. Mit Text, Illustrationen, Karten und Gafiken gelangt Magel von einem Aha-Erlebnis zu nächsten. Die schlichte Schreibe, meint sie, macht es jungen Lesern leicht. Doch auch älteren neugierigen Lesern empfiehlt sie den Band.

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