Herausgegeben von Helmut Börsch-Supan und Gottfried Riemann. Mit 614 schwarzweißen Abbildungen. Der 18. Band des "Karl Friedrich Schinkel Lebenswerkes" behandelt die Arbeiten des Architekten für die östlichen und nordöstlichen Provinzen der preußischen Monarchie - die heute zu Polen, Rußland und Litauen gehörenden Gebiete des ehemaligen Deutschordensstaates Preußen und des Kernlandes von Großpolen. Karl Friedrich Schinkels Entwürfe für diese Gebiete umfassen fast seine gesamte Schaffenszeit. Dazu gehören, neben den öffentlichen Gebäuden für die kulturellen Zentren Danzig und Königsberg (z. B. die Universität) und das unmittelbar nach der Berliner Bauakademie programmatisch als Ziegelbau belassene Regierungsgebäude in Gumbinnen, Denkmäler und Schlösser aus der wenig erforschten Frühzeit (Owinsk 1801-06, Lagschau 1809) und aus seiner reifen Phase (Kurnik, das originelle Jagdschloß Antonin). Den größten Komplex bilden die für die vom Krieg 1806 und 1813 belasteten und konfessionell heterogenen Gebiete so wichtigen Kirchen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.06.2004
Beeindruckt zeigt sich Rezensent Arnold Bartetzky vom achtzehnten Band über das Lebenswerk Karl Friedrich Schinkels, den Eva Börsch-Supan nach langwieriger Arbeit fertiggestellt hat. Neben dem erhaltenen, in weiten Teilen in Vergessenheit geratenen Baubestand dokumentiere Börsch-Supan auch zahllose zerstörte Gebäude und unausgeführte Projekte in den früheren Provinzen Ost- und Westpreußen. Zudem beleuchte sie die historischen und die administrativen Voraussetzungen der Tätigkeit Schinkels für die Ostprovinzen. Als Direktor der "Oberbaudeputation", der höchsten Kontrollbehörde des preußischen Bauwesens, habe Schinkel sämtliche öffentliche Bauvorhaben, einschließlich der Kirchen, prüfen müssen, wobei die Entwürfe, die er von lokalen Baumeistern zugeschickt bekam, meist kläglich bis desaströs gewesen seien. So dokumentiere der Band weit über hundert Bauprojekte, an denen Schinkel durch eigene Entwürfe oder durch Gutachten beteiligt gewesen. Anhand Schinkels Reisebericht von 1834, der im Band erstmals vollständig abgedruckt ist, mache Börsch-Supan ferner darauf aufmerksam, dass sich Schinkel auch leidenschaftlich der Denkmalpflege widmete.
Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…