Aus dem Englischen von Anke und Eberhard Kreutzer. Im Juli, drei Monate nach ihrem siebzehnten Geburtstag, reist Lara zusammen mit ihrem Vater, der getrennt von der Familie lebt und den sie kaum kennt, aus dem stickigen London für einige Wochen zu Freundenin die Hügel der Toskana. Lara fühlt sich zunächst verloren unter den mondänen englischen Feriengästen. Aber die Sonne und die Schönheit der Landschaft und schließlich ein Fest bei den Nachbarn wecken sinnliche Gefühle in ihr. Als Lara sich in Kip, einen um einige Jahre älteren Jungen, verliebt, gerät sie in einen Strudel von Geheimnissen und Lügen, die ihr Leben radikal verändern.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.03.2008
Dies sei "schlicht und ergreifend ein guter Roman" befindet Rezensentin Tanya Lieske hochzufrieden über den sechsten Roman von Esther Freud. Auch hier spürt die Rezensentin wieder autobiografische Spuren der Autorin, die hier die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die ihren ihr kaum bekannten Vater in seinem Sommerhaus besucht. Neben der augenscheinlich höchst intensiv beschriebenen gegenseitigen Umkreisung dieser beiden Figuren, gibt es auch eine Liebesgeschichte und eine Handlung, die für die Rezensentin höchst virtuos zwischen Gesellschaftsposse und Familiendrama mit Nazi-Exilhintergrund balanciert. Dabei erliegt Lieske auch dem suggestiven Erzählstil dieser Autorin, ihrer Fähigkeit, ihr Personal fast wie in einem Theaterstück agieren zu lassen. Ein Genuss, an dem der Rezensentin zufolge auch die "geschmeidige Übersetzung" von Anke und Eberhard Kreutzer ihren Anteil hat.
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