Aus dem Englischen von Alice Jakubeit. In einer Sommernacht im Jahr 1860 geschieht ein Mord in einem herrschaftlichen Landhaus in Wiltshire. Die Leiche des dreijährigen Saville wird mit durchgeschnittener Kehle hinter dem Haus gefunden. Die ganze Familie, mitsamt Personal, steht unter Schock, umso mehr, als der Verdacht auf ein Mitglied der Hausgemeinschaft fallen muss. Jack Whicher von Scotland Yard, einem der bekanntesten Detektive seiner Zeit, fällt die Aufgabe zu, den Fall aufzuklären. Der Mordfall löst eine nationale Hysterie aus, und als Whicher sein schockierendes Ergebnis vorlegt, gibt es Aufruhr und Proteste. Eine wahre Geschichte, die Generationen von Autoren wie Wilkie Collins, Charles Dickens und Arthur Conan Doyle inspirierte.
Unbestreitbaren Reiz bescheinigt Rezensentin Katharina Granzin diesem Kriminalroman, der ihren Informationen zufolge Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts mit Krimihandlung verbindet. Allerdings räumt sie ein, dass diese Kombination zu Beginn den Einstieg in die Lektüre ein wenig erschwert, da Autorin Kate Summerscale die für den Fortgang des Plots nötigen Informationen anfangs nur recht sparsam mitteile. Insgesamt begegnet Granzin dem Anliegen des auf einem realen Kriminalfall beruhenden Romans mit Sympathie, durch seine Darstellung der Geschichte einst begangenes Unrecht wieder gut zu machen. Nach Ansicht der Rezensentin gelingt Summerscale auch die Rehabilitierung des einst um seinen Ruf gebrachten Starermittlers.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…