Ernest van der Kwast

Fünf Viertelstunden bis zum Meer

Roman
Cover: Fünf Viertelstunden bis zum Meer
Marebuchverlag, Hamburg 2014
ISBN 9783866482050
Gebunden, 96 Seiten, 18 EUR

Klappentext

Übersetzung: Andreas Ecke. Juli 1945, ein heißer Sommertag am Strand von San Cataldo, am östlichen Ufer von Italiens Absatz: Fasziniert beobachten die Brüder Ezio und Alberto die Mädchen am Strand, die in hochgeschlossenen Badeanzügen vorbeistolzieren. Bis die 20-jährige Giovanna Berlucchi aus der Brandung auftaucht - in einem Zweiteiler. So etwas haben die Jungen noch nie gesehen. Ezio verliebt sich leidenschaftlich in die stolze donna Pugliese, und im Laufe dieses Sommers, in dem der Zweiteiler nicht die einzige Offenbarung bleibt, wird er ihr zwei Heiratsanträge machen. Doch Giovanna liebt das Meer und ihre Freiheit, sie hat die "Lunge eines Delfins" und kann länger tauchen als ihre vier Schwestern zusammen: Auf beide Anträge antwortet sie, indem sie zum Meer läuft und in den Wellen verschwindet. Aus Schmach und Kummer flieht Ezio, so weit er kann, vom Süden in den Norden Italiens. Dort wird er Apfelpflücker, und in den kalten Südtiroler Wintern melkt er Kühe - doch nie vergisst er Giovanna und den gemeinsam verbrachten Sommer. Über sechs Jahrzehnte sehnt er sich nach seiner ersten und einzigen großen Liebe. Da trifft ein Brief von ihr ein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.07.2015

Judith von Sternburg liest diese Liebesgeschichte von Ernest van der Kwast mit Vergnügen. Es ist die Leichtigkeit, mit der der Autor erzählt, von der Liebe, vom Scheitern, schließlich vom Triumph. Daneben lernt die Rezensentin einiges über Südtirol und die Apfelernte und staunt immer wieder, wie lässig der Autor die Chronologie missachtet und der Abschweifung frönt und so ganz gut das Zeitmaß der Liebenden abbildet. So unspektakulär die Geschichte erscheint, so intensiv durch sichere Autorenhand ist sie, meint von Sternburg.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2015

Eine wunderschöne Liebesgeschichte hat Rezensent Niklas Bender mit Ernest van der Kwasts Roman "Fünf Stunden bis zum Mittelmeer" gelesen. Der in Südtirol lebende niederländische Autor mit indischen Wurzeln entführt den Kritiker hier so leichthändig, sinnlich, auch melancholisch ins italienische Lecce, dass Bender beinahe selbst Sand und Sonne auf der Haut zu spüren glaubt. Bewegt liest er zugleich die Liebesgeschichte zwischen Ezio und Giovanna, die 1945 am Strand beginnt, aufgrund von Giovannas Freiheitsdrang bald aber wieder endet und schließlich sechzig Jahre später erneut auflebt. Nicht zuletzt hat der Kritiker in diesem Buch herrliche kleine Anekdoten entdeckt und so erscheint ihm Kwasts kapriolenreiche Erzählweise wie die eines "flatternden Schmetterlings".
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