Es sind Schwächen, peinliche Geheimnisse, Freudenblitze, flüchtig intensive und respektlose Vergnügen all italiana, die Francesco Piccolo mal kurz, mal länger aufgezeichnet, beschrieben, erzählt hat. "Von Glücksmomenten" in Italien ein Bestseller setzt sich aus einem Mosaik alltäglicher Situationen, Zerstreuungen, Erlebnissen und Wahrnehmungen zusammen: ironisch, gemein, erstaunlich, beglückend.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.07.2012
Dass dieses Buch aus Italien kommt, das passt. Findet Burkhard Müller, der das Land als "Heimstatt des Furbo" erklärt, also eines Spitzbuben, der nur seinen Vorteil sucht, dem man dies aber dank seines Charmes nicht übel nimmt. Solcher Art sind offenbar die Glücksmomente, von denen Francesco Piccolo in seinem Buch erzählt. Sehr typisch findet Müller tatsächlich die Szene des in zweiter Reihe parkenden Mannes, der trotz allem Gehupe noch seinen Espresso zu Ende trinkt und dann zum Auto läuft, wobei er lachend und beschwichtigend die Hand hebt. Aber dass Piccolo auch Momente von Schadenfreude genießt, und im Zug erst im letzten Moment die Leute vom reservierten Platz jagt, das scheint dem Rezensenten doch etwas unsympathisch.
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