Ernest Hemingway

Schnee auf dem Kilimandscharo

Storys
Cover: Schnee auf dem Kilimandscharo
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2015
ISBN 9783498030186
Gebunden, 224 Seiten, 18,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Werner Schmitz. Hemingways beste Kurzgeschichten in neuer Übersetzung. Ein alter Mann flüchtet vor der Nacht und der Einsamkeit in ein gut beleuchtetes, sauberes Café. In einem Kinderzimmer wartet ein kleiner Junge einen ganzen Tag lang auf den Tod. In einem Krankenhaus wird ein Radio zum Tor der Welt, und in der afrikanischen Steppe kämpft ein Mann gegen die Angst vor dem Löwen und um seine Ehre. Hemingways Protagonisten sind so verletzlich wie stark, scheren sich wenig um Konventionen, sind einsam, aber nie allein. Sie sind stolze Versehrte, die immer Haltung bewahren, auch im Angesicht des Todes.
Diese Edition mit Neuübersetzungen von Werner Schmitz folgt in ihrer Auswahl der amerikanischen Ausgabe von 1961. Jede der zehn Erzählungen ist eine präzise Miniaturaufnahme voller Gleichmut und stiller Komik. Große, existentielle Fragen liegen in der Luft, ohne dass sie direkt gestellt werden. Mit seiner klaren, verknappten Sprache und seinen lebensnahen Stoffen schuf Hemingway einen vollkommen neuen Ton des Erzählens. Die kurze Dialoge etwa lassen die Abgründe der Figuren erahnen, es gilt Hemingways Eisberg-Theorie: Nur zehn Prozent einer Geschichte sollten sichtbar sein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2015

Ernst Osterkamp hält sich nicht lang auf mit Kritik am Fehlen von Erscheinungsdaten und -orten in diesem Band mit den Erzählungen Ernest Hemingways. Die laut Osterkamp dankenswerterweise neu übersetzten Stories sind für den Rezensenten ein Fest. Das liegt zuallererst an Hemingways psychologischem Gespür, das Osterkamp allein in einer einzigen Erzählung mit allem Leid und allem Glück des Menschen konfrontiert: Adoleszenz, Ehe, Kampf mit der Kreatur, Alter, Tod. Dass Hemingway für den literarischen Ausdruck des menschlichen Wesens seinen Figuren nie viele Worte oder Gesten mitzugeben braucht, zeigt für Osterkamp die Größe dieses Autors. In Zeiten gesteigerten Geschwätzes, meint er, eine echte Wohltat.
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