Deutsch von Benjamin Schwarz. Doug Willis, Pressereferent einer New Yorker Softdrinkfirma, hält sich für den letzten rebellischen Achtundsechziger. Aber die Midlife-Crisis hat ihn eingeholt, ihm und seiner Frau Jean wachsen die Probleme über den Kopf: unbezahlte Kreditraten, abgestandene Ehe - rebellisch sind nur noch die pubertierenden Kinder. Zwei Monate nimmt Willis sich frei, um seiner inneren Unzufriedenheit im Landhäuschen der Familie auf den Grund zu gehen. Doch stattdessen schließt er sich einer Schar von verkrachten Existenzen an und stolpert in einen gefährlichen Drogendeal...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.01.2002
Dass der Titel von David Gates' Roman ironisch gemeint ist, verrät Thomas Laux erst im letzten Absatz seiner Rezension. Vorher gibt er - leider - sehr viel Handlung preis, die im Leben von Willis, einem "Überbleibsel der sechziger Jahre und der Hippie-Generation" genau dort einsetzt, wo das Scheitern seiner Ehe ebenso offensichtlich wird wie das Scheitern seiner allgemeinen Lebensplanung. Der ganze Roman kursiere um ein Thema: das Scheitern von Kommunikation, fasst Laux zusammen. Der Autor zeige keine "strahlenden Vorzeigehelden" oder "moralisch intakte Verlierer nach erbittertem Kampf". Ihm gehe es eher um die Darstellung der "zerplatzten Hoffnungen", und die "unausgesprochene Todessehnsucht" als Konsequenz eines "deregulierten Lebens" und der daraus resultierenden Selbstaufgabe, resümiert Laux.
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