Herausgegeben von Mariel Hemingway. Übersetzung aus dem Französischen von Alwin Letzkus. Mit Textbeiträgen von Boris Vejdovsky und mit ca. 350 Fotos und Illustrationen. Ein Mann wie aus Granit gemeißelt: 1,83 m groß und 100 kg schwer. Ernest Hemingway wusste um seine imposante Erscheinung und für ihn waren Mut, Kraft und Ausdauer ein hohes Ideal - für das einzutreten er sich auch selbst in so manche gewalttätige Auseinandersetzung und Gefahr stürzte. Er war Boxer, Großwildjäger, Stierkämpfer, Kriegsreporter und sogar Geheimagent, und all diese extremen Lebenserfahrungen prägten und formten seinen erzählerischen Stil, der nicht nur absolut zeitgenössisch, sondern vor allem auch revolutionär für die gesamte Literatur war. In jungen Jahren schwärmte er für die britische Literatur, vor allem Kipling, war ein Freund von Fitzgerald, Joyce und Dos Passos und erhielt 1954 den Literaturnobelpreis. Hemingway hat ein beeindruckendes literarisches Werk hinterlassen, in dem vor allem zwei Themen in steter Regelmäßigkeit wiederkehren: Seine Lust am Reisen - Spanien, Paris, Kuba... - und seine Liebe zu den Frauen - er war viermal verheiratet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.07.2011
Zum Posen begabt war Ernest Hemingway schon mit sieben. Ganz wie ein Alter steht er da, wie Rezensentin Felicitas von Lovenberg referiert, in Indianerkleidung am Fluss. Zu sehen ist das in diesem Bildband zum fünfzigsten Todestag, den seine Enkelin Mariel herausgegeben hat. Nicht nach der Chronologie, sondern nach Themen ist er geordnet - und letztere sind offenbar ganz und gar erwartbar und üblich: der Krieg, die Jagd, der Stierkampf, die Frauen. Diese wiederum sind, anders als das Klischee vielleicht will, so Lovenberg, ziemlich viele, aber durchweg eher "Tomboy" als "Vollweib". Auf einzelne Bilder geht die Rezensentin weiter nicht ein, lobt das Buch aber als "prachtvoll".
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