Ernest Callenbach

Ökotopia

Roman
Cover: Ökotopia
Reclam Verlag, Stuttgart 2022
ISBN 9783150114179
Gebunden, 284 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem amerikanischen Englisch neu übersetzt von Holger Hanowell. Der Roman "Ökotopia", 1975 verfasst, verblüfft durch seine Aktualität: Elektrotaxis, Biogemüse, Smartphones, mächtige Politikerinnen, Solarenergie - beim Lesen glaubt man sich immer wieder in eine parallele Gegenwart versetzt. Doch der kleine Staat Ökotopia an der US-amerikanischen Südwestküste, der sich in Callenbachs Zukunftsszenario von den Vereinigten Staaten abgespalten hat, ist einfach nur seiner Zeit weit voraus. Entsprechend staunt auch der New Yorker Journalist William Weston, der über die skurrile Hippie-Republik mit der guten Luft berichten soll, und wirft seine Vorurteile bald über Bord. Spätestens als er sich in eine Ökotopianerin verliebt, will er gar nicht mehr zurück. Doch um bleiben zu können, muss er nicht nur die Wahrheit über einen von der US-Regierung vertuschten Krieg herausfinden, sondern auch beweisen, dass er eine gleichberechtigte Beziehung führen kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2023

Zuerst 1975 erschienen, kann Kritiker Felix Schwarz nun eine Neuübersetzung des Umwelt-Klassikers "Ökotopia" des Amerikaners Ernest Callenbach lesen: Die Geschichte ist in der Zukunft angesiedelt, es geht um einen konsumfreudigen Karrierejournalisten, der den Kleinstaat Ökotopia bereist, der sich gerechter, fortschrittlicher, umweltfreundlicher definiert als der Rest der USA. Ganz so perfekt ist diese Utopie aber nicht, verrät Schwarz, das Kollektiv scheint das Individuum stets zu übertrumpfen, auch Minderheiten erfahren keine angemessene Repräsentanz, meint er. Er erfährt aber auch aus einem Vortrag des Autors, dass es auch nicht sein Ziel war, mit "Ökotopia" einen perfekten Staat vorzulegen. Ihm ging es mehr um Konsumkritik. Literarisch ist der Roman eher uninteressant, meint Schwarz, doch gesteht er ihm dennoch große Inspirations- und Motivationskraft zu.
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