Fotografien von Erika Schmied. Mit einem Essay von Wieland Schmied. Das Österreich in Thomas Bernhards Büchern ist keine Fiktion gewesen. Erika Schmied hat zahlreiche Orte gefunden, die in Bernhards Büchern aufscheinen. Ihre Fotos zeigen dabei deutlich, was Wieland Schmied in seiner Studie als konstituierend für Thomas Bernhards Bild von Österreich erkennt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.05.2000
Martin Meyer hat besonders die Aura des Düsteren und Schicksalhaften an dieser Sammlung von Fotografien von Erika Schmied fasziniert. Allesamt, so schreibt er, vermitteln sie Stimmungen und Zustände ihrer Einwohner, die selbst nicht vorkommen, aber keinesfalls als Glückliche zu denken wären. Meyer hat nichts „Erbauliches“ an diesen Orten gefunden, nichts, das zur Neugier verführt. Der Gehalt einer finsteren „Lakonik“, wie er sich mal im Detail, mal in der beklemmenden Weite des Horizonts manifestiert, verhindert, dass die Aufnahmen als Illustration Bernhardscher Romane lesbar wären. Vielmehr sind sie Interpretationen, die das Sehen zur Nachdenklichkeit führt. Über den Essay von Wieland Schmied erfahren wir leider nichts.
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