Eric Battut

Der rote Max

(Ab 4 Jahre)
bohem press, Zürich 2001
ISBN 9783855813711
Gebunden, 28 Seiten, 13,70 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Danielle Heufemann. Eine Erzählung vom Entstehen einer außergewöhnlichen Freundschaft. Aber auch vom Loslassen und Wiederkehren, von Abschied und Neubeginn.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.05.2001

In einer Doppelbesprechung rezensiert Ursula Sinnreich zwei Kinderbücher, in denen es um "Verkehrung der Verhältnisse" geht: Zwischen Freund und Feind bzw. zwischen Mensch und Tier.
1.) Eric Battut: "Der rote Max" (Bohme-Press)
Sinnreich zeigt sich sehr angetan von diesem Buch, das bereits den französischen Kinderbuchpreis erhalten hat. Gar eine "Parabel der Menschlichkeit" wird ihrer Ansicht hier transportiert. Denn die Geschichte erzählt, wie der Leser erfährt, von einem Kater, der ein Vogelei nur deswegen ausbrütet, um den Piepmatz später zu futtern. Doch dann schließen die beiden Freundschaft. "Weit mehr als eine Erzählung aus dem Tierreich" ist dies, findet die Rezensentin und lobt die "Einfachheit und Klarheit", mit der der Autor die Verwandlung dargestellt habe. Besonders gefällt ihr auch die bildliche Darstellung, bei der der Größenunterschied zwischen Kater und Vogel eine besondere Rolle spielen.
2.) Kathrin Schärer: "Bella bellt und Karlchen kocht" (Sauerländer)
Sinnreich erläutert, dass in diesem Buch der Hund Karlchen vorübergehend ganz menschlichen Tätigkeiten (wie duschen, kochen, Computer spielen und Zeitung lesen) nachgeht, während Frauchen Bella auf allen Vieren auf dem Fußboden krabbelt. Die Idee scheint die Rezensentin recht amüsant zu finden, doch auch die Einfachheit der Sprache und Bilder haben ihrer Ansicht nach großen Reiz. Menschen erscheinen demnach vor allem als kugelig und beinahe nur durch ihre Kleidung unterscheidbar, die Tiere hingegen werden, so die Rezensentin, wesentlich differenzierter dargestellt. Ein Buch, das man "nur zuklappt, um es wieder von vorne beginnen zu können", so das Urteil der Rezensentin.