Die Studie untersucht anhand der relevanten Akten der jeweiligen Außenministerien ihre bilateralen Beziehungen zwischen 1933 und 1941. Neben der "Griechenlandpolitik" des "Dritten Reiches" wird vor allem das Lavieren Athens zwischen den beiden europäischen Machtblöcken, den Westmächten und der "Achse", nachgezeichnet. Die in den dreißiger Jahren einsetzende deutsch-griechische wirtschaftliche Kooperation endet im April 1941 mit der militärischen Konfrontation.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2003
Rezensent Klaus Hildebrand zeigt sich leidlich zufrieden mit Emmanouil Zacharioudakis' Studie über die deutsch-griechischen Beziehungen zwischen 1933 und 1941. Einig ist sich Hildebrand mit Zacharioudakis etwa darin, dass Griechenland für Hitler nichts anderes als ein "Zweckmäßigkeitsproblem" gewesen sei. Bemühungen der deutschen Diplomaten, eine Allianz zwischen Berlin und Athen zu stiften, interessierten Hitler kaum. Eher widerwillig sei Hitler in den Krieg gegen Griechenland eingetreten, nachdem Italien zu Hitlers Ärger im Oktober 1940 eine militärische Offensive gegen Griechenland eröffnet hatte, die angesichts des unerwarteten Widerstandes für den "Duce" zu einer Blamage wurde. Im einzelnen bereichert Zacharioudakis nach Hildbrands Einschätzung unser Wissen über deutsch-griechische Beziehungen "durch manchen, nicht zuletzt aus den griechischen Archiven gehobenen Tatbestand". Vergnügen hat ihm die Lektüre angesichts der zahlreichen Fehler der Darstellung, die Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung betreffend, allerdings nicht bereitet.
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