Kater Ziku und Muna sind dicke Freunde. Plötzlich ist Krieg. Ziku und Muna wissen zunächst nicht, was das bedeutet. Doch bald sollen sie es erfahren: Sie dürfen nicht mehr im Freien spielen, die Fenster werden zugemauert. Als die Lage zu gefährlich wird, will die Familie Beirut verlassen. Doch Ziku soll zurückbleiben. Niemals wird Muna das zulassen! Die libanesische Schriftstellerin Emily Nasrallah stellt in ihrer Erzählung den Krieg aus der Sicht eines kleinen Mädchens und seines Katers dar.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.05.2005
Obwohl der Krieg die "kinderfeindlichste Realität" ist, die man sich vorstellen kann, gibt es Wege, dieses Thema auch Kindern nahe zu bringen, findet Rezensentin Sieglinde Geisel. Eine gute Lösung, die politische Gewalt fassbar macht, hat ihrer Meinung nach Emily Nasrallah gefunden. Die Autorin schildert einen Bürgerkrieg aus der Sicht eines Katers, der zwar die Sprache seiner menschlichen "Familie" versteht, dabei aber deren Angst aus einer gewissen Distanz beobachtet. Diese Distanz ist es, die sich "auf den Leser überträgt". Während sich die Familie wohlbehalten in die Berge retten kann, stirbt das Tier, mit dem sich nach Ansicht der Kritikerin ein Kind "nicht vorbehaltlos" identifizieren wird. So hat Nasrallahs Buch bei aller Tragik das so unverzichtbare "minimale Happy-End".
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