Elke Mascha Blankenburg

Dirigentinnen im 20. Jahrhundert

Cover: Dirigentinnen im 20. Jahrhundert
Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2003
ISBN 9783434505365
Gebunden, 312 Seiten, 29,50 EUR

Klappentext

Ist das Dirigieren ein "männlicher Beruf"? Seit 150 Jahren jedenfalls sieht es so aus, und in den letzten 25 Jahren sind in Deutschland ganze sieben Chef-Positionen an Frauen vergeben worden. Blankenburg, selbst Dirigentin, ließ sich von diesem Befund nicht entmutigen: In zweijährigen Recherchen hat sie weltweit 500 Dirigentinnen erfaßt. 75 von ihnen stellt sie ausführlich in diesem Buch vor. Mutige, erfolgreiche Künstlerinnen, Frauen aus aller Welt, die sich mit Können, Disziplin, Einsatz und Leidenschaft über Hindernisse und Vorurteile hinweggesetzt haben. Erfolgsgeschichten aus einer Männerdomäne? Vielleicht noch mehr: Auf die Frage, ob er auch einmal Dirigent werden wolle, antwortete der kleine Sohn von Gisele Ben-Dor: "Nö, das ist was für Mädchen."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.08.2003

Noch immer ist der Dirigentenberuf vor allem eine Domäne von Männern. Umso erfreulicher findet es Rezensent Hans-Klaus Jungheinrich, dass mit Elke Mascha Blankenburgs "Dirigentinnen im 20. Jahrhundert" nun ein Band vorliegt, der rund achtzig internationale Dirigentinnen vorstellt. Einem einführenden Essay, in dem die Autorin, selbst eine aktive Dirigentin, die einschlägigen Berufsprobleme für Dirigentinnen umreißt, folgen längere oder kürzere biografische Darstellungen von Dirigentinnen, wobei internationale Berühmtheiten wie Nadia Boulanger oder Simone Young ebenso vertreten sind wie weniger Bekannte, berichtet Jungheinrich. Dass sich in den Biografien manches, was Blankenburg schon in der Einführung über Zurücksetzungen und Benachteiligungen von Dirigentinnen geschrieben hat, wiederholt, nimmt er der Autorin nicht weiter krumm. Kritischer erachtet er indes die "insgesamt recht flüchtige, bei allem Engagement auch etwas lieblos-summarische Diktion" Blankenburgs sowie eine "ärgerliche Fülle von sachlichen Fehlern", für die er auch das schlechte Lektorat des Buchs verantwortlicht macht. Dadurch ist der prinzipiell wichtige Band zu seinem Bedauern "zum Teil entwertet".

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