Elke Heidenreich, Bernd Schroeder

Rudernde Hunde

Geschichten. Gelesen von den Autoren - 2 CDs
Cover: Rudernde Hunde
Random House Audio, München 2002
ISBN 9783898304054
CD, 19,50 EUR

Klappentext

140 Minuten. Seit mehreren Monaten schon ist sie mit ihren Geschichten aus "Der Welt den Rücken" auf der Spiegel-Bestsellerliste vertreten. Nun setzt sie mit "Rudernde Hunde" die Liste der Erfolgsgeschichten fort, zusammen mit ihrem Mann Bernd Schroeder. Parallel zur Buchausgabe, die im Hanser Verlag erscheint, lesen die Autoren Skurril-Liebenswertes über Herrn Berner, seinen Hund und seine Erlebnisse in der chinesischen Wäscherei. Sie erläutern, was es mit den rudernden Hunden auf sich hat oder was einSuppenhuhn namens Carola in Bernd Schröders Leben zu suchen hat. Elke Heidenreich und Bernd Schröder beobachten, skizzieren und verfassen liebenswerte Miniaturen über den Alltag der kleinen Leute. Geschichten, die niemand besser vortragen kann als sie selbst.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.10.2002

Ganz ausführlich erzählt Andreas Nentwich die Geschichte der rudernden Hunde nach: so wie sie Frau Heidenreich erzählt - und dann, wie Bernd Schroeder sie darbietet. Und siehe da: Es sind ganz unterschiedliche Geschichten, "bei ihr ein Faschingszauber", bei ihm "deutsch-deutsches Trauerspiel um ein Brüderpaar". Es sind, schreibt Nentwich, "zwei Versionen, zwei Wahrheiten", und damit wollten die beiden, ein Ehepaar übrigens, uns sagen, so verschieden "können selbst liebend Vertraute die gemeinsame Geschichte und sich in ihr erleben." Aber da ist man etwas verdattert, denn so, wie Nentwich nacherzählt, geht es um zwei verschiedene Geschichten und nicht nur Varianten einer Geschichte, fast sogar um (Selbst-) Karikaturhaftes: die ihre voll "Alltagszauber und kecken Pointen", während seine Fantasie über die selbe Nippesfigur der rudernden Hunde eher in Richtung "tragikomisch" geht. Wie dem auch sei, "neunzehn Erzählungen fast aus einem Ton," schreibt Nentwich seien hier "kunstvoll-kunstlos erzählt", "Spiegelgeschichten" nennt er sie auch und empfiehlt die Lektüre! Ein interessanter Rat am Schluss: Wem sie "zu schlicht" erscheint, könne sie Kindern vorlesen und so "an ihrer Lebenswärme und scharfsichtigen Nachsicht" teilnehmen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.09.2002

Völlig daneben findet Martin Z. Schröder dieses Hörbuch (und auch die gleichzeitig erschienene Printversion) mit Geschichten von Elke Heidenreich und ihres Freundes Bernd Schroeder und gibt gleich im ersten Satz ein recht unfreundlichen Kommentar zur Relevanz der vorgetragenen Anekdoten ab. Es handelt sich seiner Meinung nach um Geschichten, "die sie sowohl erlebt haben wollen als auch sich auszudenken für brotnötig halten" und würde man sie klassifizieren wollen, wären es "verschmitzte Schmunzel- und Schalkgeschichten, also so etwas wie Buttercremetorte mit Schlagsahne", so Schröders recht genussfreier Kommentar. Kurz und gut, er hält dieses Hörbuch einfach für überflüssig und das wird auch nicht dadurch besser, dass die Autorin ihre eigenen Texte liest.
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