6 CDs, 403 Minuten. Ungekürzte Lesung des Autors. 313", eine zugeteilte Nummer, die einen Namen und eine Identität ersetzt. In seinem ersten Roman entführt uns Ben Tewaag in eine Geschichte, die in einem der härtesten Gefängnisse Deutschlands ihren Anfang nimmt. Tewaags Hauptperson, ein erfolgreicher Musiker, der nach Berlin gezogen ist, um die große Liebe zu finden und sich Jahre später in einem Alptraum wiederfindet, weist in Bukowski-Manier mehr als nur Ähnlichkeiten mit dem Autor auf. Aus seiner 8-qm-Zelle schreibt er über die letzten 10 Jahre und die Zeit hinter Gittern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.04.2012
Gar nicht übel findet Rezensent Oliver Jungen Ben Tewaags autobiografischen Knastroman "313". Dessen Protagonist Oli Stein, ein aggressiver Drogenfreak, der wegen Körperverletzung für 18 Monate in den Knast, zehn davon in den geschlossenen Vollzug muss, findet im Gefängnis zu sich selbst, geht Bündnisse und Zweckgemeinschaften ein, schließt Freundschaften. Jungen attestiert dem Roman hohen Unterhaltungswert und treffende Pointen, auch wenn er ihn für literarisch nicht wirklich originell hält. Außerdem bietet das Buch in seinen Augen einen erhellenden Einblick in den Alltag eines deutschen Gefängnisses. Allerdings fällt das jetzt vorliegende Hörbuch des Romans zu seinem Bedauern nicht so prickelnd aus. Das liegt seines Erachtens daran, dass Teewag trotz seiner "dunkel-rauchigen Stimme" kein guter Vorleser ist. Der Text klingt in den Ohren des Rezensenten einfach "furchtbar abgelesen". Daher empfiehlt er bei Interesse an dem Werk, besser zum Buch zu greifen.
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