Aus dem Amerikanischen von Karin Dufner. In zehn ineinander verknüpften Geschichten erzählt dieser Roman das Leben von Evie Wakefield, vom sexuellen Erwachen des rebellischen Teenagers, ihrer inneren Entwicklung und von den drei wichtigsten Männern in ihrem Leben: von Billy, ihrem Mann, einem attraktiven Musiker, von Charlie, ihrem kleinen, ständig fordernden Sohn, und von Chas, ihrem übermächtigen Vater, der dem Krebs seit vielen Jahren immer wieder ein Schnippchen schlägt, dessen Tod jedoch unausweichlich ist. Ihre beste Freundin und Konkurrentin Mary Beth, weltgewandt und leichtfertig, verheißt Evie die Erfüllung aller Wünsche, ist Spiegel und Herausforderung, zur Bewältigung des Alltags wie für den Blick nach innen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.05.2001
"Was für ein amerikanisches Buch!" fand Rezensentin Bernadette Conrad während der ersten siebzig Seiten dieses Buches - "und das ist nicht sehr freundlich gemeint". Aber schon die Art, wie Conrad den Roman gegen seinen Klappentext in Schutz nimmt, lässt vermuten, dass sie doch einiges von dem Buch gehalten hat. Das spricht sie zwar in der ganzen Rezension nie wirklich aus. Doch werden Handlung und Figuren so engagiert und betroffen geschildert, dass eigentlich kein Zweifel bleibt, wie nahe der Rezensentin Buch und Protagonisten gegangen sind. Es geht um die Geschichte "der Bezogenheit einer Tochter auf ihren Vater", erfährt man also, "die während dessen immer wieder aufflackernder Lungenkrebserkrankung eine merkwürdig absolute Dimension erhält". Das Buch gebe Einblick in die Tragödien amerikanischer Mittelstandsfamilien mit Schilderungen, die bedrückend klingen , aber neugierig machen.
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