Mäzenatisches Wirken hat auch eine lange weibliche Tradition: Dieses Buch vermittelt einen Überblick über die Geschichte der weiblichen Philanthropie und belegt damit, dass Mäzenatentum in unzähligen Situationen der Geschichte besonders erfolgreich von Frauen ausgegangen ist. Es zeigt in 20 Porträts von Mäzeninnen unserer Tage, dass auch und gerade in einer Zeit, die ihre Erfolge ausschließlich nach ökonomischen Kriterien beurteilt, die Seele der Philanthropie weiblich ist. Es vermag damit vielen Frauen, die selbst in mäzenatischen Projekten eingebunden sind oder die ihre karitativen Aktivitäten neu überdenken wollen, wertvolle Anregungen zur Optimierung der eigenen Strategien zu geben. Mit einem Kapitel über die Bedeutung der Kommunikation in der Philanthropie von Stifterin Maria Vittoria Rava und einem Geleitwort von Hedy Graber, Leiterin von Migros Kulturprozent.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2015
Obgleich nicht ganz froh mit der mangelnden begrifflichen Trennschärfe in diesem Buch, möchte Gabriele Detterer den von Elisa Bortoluzzi Dubach und Hansrudolf Frey verfassten Band empfehlen. Immerhin könne frau damit herausfinden, unter welchem Profil sie ein Hilfsprojekt subsumieren möchte, schreibt die Rezensentin. Dazu regt das Buch an und hilft mit Verweisen auf entsprechende Netzwerke, erklärt Detterer. Eine klarere Unterscheidung im Band zwischen Sponsor und Mäzen, zwischen Geschäft und uneigennütziger Unterstützung hätte sie sich gewünscht. Aus den von den Autoren vorgestellten Projekten und Initiativen aus dem deutschen und italienischen Sprachraum stechen für sie einige heraus, eben weil sie längerfristig verändern wollen, etwa die Stellung der Frau im Beruf.
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