Elif Batuman

Die Idiotin

Roman
Cover: Die Idiotin
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017
ISBN 9783100040022
Gebunden, 480 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Eva Kemper. "Die Idiotin" ist ein Roman, der am Elite-College Harvard spielt. New Jersey, 1995: Selin, Tochter türkischer Immigranten, jung, hinreißend und ahnungslos, zieht aus, um in Harvard Literatur zu studieren. Die College-Wohnheime sind mit Albert Einstein-Postern und Lavalampen dekoriert, das Internet ist noch jung und die nächtlichen E-Mails, die ihr Ivan, der ungarische Mathestudent, schickt, sind ebenso bezaubernd wie unverständlich. Aber Selin manövriert sich tapfer durch die ersten Stürme der Erwachsenenjahre. Sie reist mit ihrer Freundin Svetlana nach Paris, lernt Russisch und Taekwondo - und dass die Liebe flüchtig ist. Ein Buch über die magische Zeit des Erwachsenwerdens und das Porträt einer jungen Frau, die auszieht, um ihren Platz in der Welt zu suchen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.11.2017

Rezensent Daniel Haas schätzt Elif Batuman als Essayistin und Journalistin. Und auch in ihrem neuen Roman "Die Idiotin" freut sich der Kritiker über zahlreiche "Bonmots", "satirische Vignetten" und kunstvoll dahin geworfene Szenen, in denen Batuman Milieus oder Persönlichkeiten karikiert. Allein darüber, wie die Autorin den geisteswissenschaftlichen Hang zum Bedeutungsschwangeren entlarvt, kann sich Haas schon bestens amüsieren. Für einen Roman reicht das dann aber leider doch nicht, stellt der Rezensent während der Lektüre fest: Ein bisschen "konventioneller" Plot und Figurenzeichnung wären nicht schlecht gewesen, klagt der Kritiker, dem diese Mischung aus "Reisebericht und Uni-Tagebuch" gelegentlich auf die Nerven gegangen ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2017

Rezensent Jan Wiele schwelgt mit Elif Batumans teils autobiografischem Campusroman in den fernen Zeiten des Liberalismus an amerikanischen Unversitäten. Das Jahr 1995 als Erstsemester der Literatur zu erleben, diese Möglichkeit bietet ihm der Text auf manchmal allzu verplapperte, meistens humoristische Weise. Und als popliterarisches Archiv jener Zeit, als E-Mails brandneu waren und man sich noch gern zum Schmökern in der Bibliothek einschloss, dient das Buch laut Wiele auch hervorragend.
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