Edward Radsinski

Die Geheimakte Rasputin

Neue Erkenntnisse über den Dämon am Zarenhof
Cover: Die Geheimakte Rasputin
Albrecht Knaus Verlag, München 2000
ISBN 9783813501735
Gebunden, 543 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Um Rasputins Leben und Wirken ranken sich zahllose Legenden. Trotz üppiger Quellenlage waren Historiker bislang in der Deutung vieler Details auf Vermutungen angewiesen, letzte Beweise mussten sie schuldig bleiben. Diese legt nun Edward Radsinski vor. Von unschätzbarem Wert für seine Arbeit über Rasputin - Liebhaber der Zarin, Wunderheiler und graue Eminenz am Zarenhof - erwies sich eine jahrzehntelang verschollene Ermittlungsakte mit Aussagen hunderter von Personen, die diesen faszinierenden Mann kannten und sich ihm verbunden fühlten. In dem 500 Seiten starken Dossier, das 1995 auf einer Sotheby´s-Auktion auftauchte und dem Autor vom Käufer, dem weltberühmten Cellisten Mistislaw Rostropowitsch, exklusiv zur Auswertung überlassen wurde, finden sich bislang unbekannte Details aus dem zügellosen und sexuell ausschweifenden Leben des Mönchs. Aber auch die Rätsel, die um Rasputins gewaltsames Ende blieben, sind nun gelöst.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2001

Nach Roland Aegerter bietet dieser Band einen "spannend zu lesenden Einblick" in die Rolle, die Rasputin am russischen Zarenhof gespielt hat, was - wie er anmerkt - vor allem daran liegt, dass Radsinski hier lange verschollene und erst seit kurzem wieder zugängliche Akten ausgewertet hat. Diese Akten wurden, wie der Leser erfährt, nach 1917 angelegt und befassten sich speziell mit der `Untersuchung der Tätigkeit der dunklen Kräfte` unter dem Zarenregime. Die in diesen Unterlagen enthaltenen Aussagen von Polizeispitzeln und "zahlreichen Freunden und Feinden des Wundermönchs" stellt der Autor in seinem Buch vor, so Aegerter, wodurch das bisherige Wissen über Rasputin auf erhellende Weise ergänzt wird, ohne dass sich allerdings das bisherige Bild über seine Person grundlegend änderte. Voyeure werden von der Lektüre allerdings enttäuscht sein, vermutet der Rezensent, denn obwohl sogar Rasputins "Geschlechtsorgan von einem Augenzeugen nach dem äußeren Erscheinungsbild beschrieben" werde, so bleibe letztlich unklar, wie weit die Beziehung Rasputins zur Zarin wirklich ging. Plausibel wird nach Ansicht des Rezensenten jedoch, wie es möglich war, dass Rasputin in Russland überhaupt einen so großen Einfluss gewinnen konnte.
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