Rezensent Konstantin Ames stattet dem Lyriker Eberhard Häfner zum 85. einen Geburtstagsbesuch ab; dieses Jahr sind auch zwei Bände von ihm (wieder) erschienen. Häfner hat eine "sympathisch hemdsärmelige Art", findet Ames, die beiden sprechen viel über seine Vergangenheit als DDR-Lyriker, er sieht sich gar nicht als Teil der "Prenzlauer-Berg-Connection", der er neben Elke Erb und Adolf Endler oft zugeordnet wird. Seinen künstlerischen Eigensinn hat er auch aus den handwerklichen Tätigkeiten des Metallschmiedens gewonnen, erzählt uns Ames. Diesem Handwerk ist auch der Band "Hammerschlag" gewidmet, der zwar Fotos, aber leider keine beigefügten Texte enthält. Trotz mancher Ablehnung ist der Autor ein wichtiger Wegbereiter auch der heutigen Lyrikerszene, weiß der Kritiker, denn Häfner ist im ständigen Austausch mit Kollegen wie Michael Lentz. Jener hat auch Häfners Band mit Gedichten aus der Wendezeit herausgegeben, in denen "geschnittene Zeilen in stoppeligen Reihen" stehen, so der Kritiker. Er mag in jedem Fall das überraschende Aufeinandertreffen von Redewendungen und ihren Verformungen und die unerwartet flapsige, aber zugleich hochpoetische Zeilen in Häfners Werk.
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