Klappentext
Aus dem Kroatischen von Marie Alpermann. Wie entstehen Erzählungen? Wer entscheidet, was erzählt wird und über wen? Das Motiv der Füchsin taucht dabei immer wieder auf: als Gott der Schriftsteller, als Trickster, als echter Fuchs,der durch den Garten huscht. Die listige Ich-Erzählerin tauscht bisweilen die Masken und zieht uns augenzwinkerndin ihr raffiniertes Spiel mit Fiktion und Wahrheit.Sie reist mal literarisch, mal physisch nach Japan, Sizilien oder Kroatien, von der russischen Avantgarde zu NabokovsAmerika-Abenteuern und begibt sich auf die Fährte des fast vergessenen Schriftstellers Dojvber Levin - oderdoch seines Doppelgängers?
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 29.04.2026
Rezensentin Katharina Doebler kann viel anfangen mit diesem Buch - dem letzten, das Dubravka Ugrešić vor ihrem Tod geschrieben hat. Die exilkroatische Schriftstellerin nennt ihr letztes Werk einen Roman, er nimmt seinen Ausgang bei der Lebensgeschichte der Autorin. Wobei die Grenzen zwischen Autorin und Werk letztlich überhaupt keine Rolle spielen, da bei Ugrešić, wie Doebler beschreibt, das "Ich" immer eine Fiktion ist. Worum es geht, ist schwer zu sagen, handelt es sich doch um ein hochgradig selbst- und literaturreflexives Buch. Wir folgen jedenfalls einem "fluiden Ich" und der titelgebenden Füchsin, sinnieren über das "Mitschreiben des sexuellen Erlebens" und erkunden die literarische Avantgarde in Japan, Russland und Kroatien. Insgesamt, so könnte man Doeblers positive Besprechung zusammenfassen, schreibt Ugrešić hier furios gegen Konformismus an.
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