Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2005
Auch der zehnte Band des vom Stadtmuseum Dresden herausgegebenen "Dresdner Geschichtsbuchs" vermeidet nach Ansicht Friedrich Karl Fromme erfolgreich die "trockene Anmutung des Archivalischen". Neben einer Geschichte des Stadtteil Kleinzschachwitz, einer Mischung aus ehemaligem Dorf und später entstandenem Villenvorort, bietet laut Fromme der Band reichlich Alltagsgeschichte: besonders anschaulich findet er etwa die Schilderung der Machtübernahme der Kommunisten in Dresden. Auch an den Porträts der drei letzten SED-Oberbürgermeister lasse sich DDR-Geschichte ablesen, und in der Geschichte des Dresdener Kabaretts "Herkuleskeule" spiegle sich die DDR in einem "besonderem Brechungswinkel". Ein "trauriges Kapitel" nennt Fromme den Beitrag über die Totenzahlen, die bei britischen Bombenangriffen vom Februar 1945 zu beklagen waren (Nazis gab es offenbar nicht in Kleinzschachwitz, zumindest schreibt Fromme nichts darüber). Und auf Dresden als Wirtschaftsstandort mache diesmal ein Blick auf die dort zu hohem Rang entwickelte Verpackungsindustrie aufmerksam. Abschließend lobt Fromme die gute Lesbarkeit sowie die reiche Bebilderung des Bandes.
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