Doris Runge

trittfeste Schatten

Gedichte
Cover: trittfeste Schatten
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart - München 2000
ISBN 9783421052674
Gebunden, 80 Seiten, 14,32 EUR

Klappentext

Mit großem Feingefühl spürt die Autorin Mensch und Natur in Zeit und Welt nach, weist auf innere und äußere Bewegungen hinter dem Vordergründigen, führt Vergangenes und Zukünftiges zusammen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.09.2000

Es ist mehr eine Liebeserklärung als eine Rezension, die Albert von Schirnding zugunsten von Doris Runges neuem Gedichtband abgibt. Und weniger eine Rezension als ein Zitatenkästlein, das gespickt ist mit interpretatorischen Brückenhilfen zwischen den einzelnen Wortkästen, aus denen Undine, der Abendhimmel, rabenschwarze Tage, Kur und Schatten, schwindender Lebensgrund oder Flügelschuhe versatzweise auftauchen und im Wortmeer der Rezension wieder verschwinden. Fazit des Rezensenten: herbstliche, etwas depressive Stimmung, aber stimmige Gedichte einer Dichterin, deren Stimme er "unverwechselbar" findet und die er immer wieder lesen und vor allem hören möchte.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2000

Walter Hinck hebt in seiner Rezension besonders den "lyrischen Ton" und die Konzentration in Runges Gedichten hervor. Diese Konzentration zeigt sich, wie er feststellt, nicht nur in formaler Hinsicht, etwa dadurch, dass Gedichte und Verszeilen meist recht kurz ausfallen: "Ihre Sprache verbietet sich alle Ausschweifung", befindet er. Dass die Dichterin ihr Augenmerk eher auf sinnliche Erfahrung richtet als auf Gesellschaftskritik oder Naturerlebnisse, scheint für ihn kein Makel zu sein. In Runges Gedichten geht es - wie der Leser erfährt - mehr um die Gefahren, aber auch Ereignisse in Herz, Seele und Kopf, bei denen der "abenteuernde Ausgriff in die Welt" nicht von Bedeutung, ja überflüssig ist. Und obwohl auch Landschaften in diesen Gedichten eine Rolle spielten, so gehe es der Dichterin nicht darum, diese poetisch zu malen: "Die Elemente der Realität gehen auf und verschwinden im poetischen Bildergeflecht, das seine ganz eigenen Stimmigkeit hat", so der Rezensent.
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