Dorion Weickmann

Der dressierte Leib

Kulturgeschichte des Balletts (1580-1870)
Cover: Der dressierte Leib
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783593371115
Broschiert, 400 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Keine dramatische Gattung hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit erfahren wie der Tanz. Dennoch liegen die kulturgeschichtlichen Wurzeln des klassischen Balletts weithin im Dunkeln. Erstmals wird hier die Entwicklung der Tanzkunst seitdem 16. Jahrhundert dargestellt, von der Entfaltung einer eigenen Körpersprache bis zur Professionalisierung des Tanzes. Die Libretti des romantischen Balletts und die Biografien berühmter Ballerinen entführen uns in eine Kunstwelt, die zugleich ein Spiegel der Zeit und des herrschenden Geschlechtermodells ist.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.01.2003

In ihrer historischen Darstellung des Tanzes zeigt Dorion Weickmann, wie sich der Bühnentanz vom Gesellschaftstanz emanzipierte. Verbunden war diese Trennung mit der "Disziplinierung" der Körper und der "Kodifizierung" der Bewegungen. Diesen Prozess schildert Weickmann ebenso wie das Verhältnis der dann professionellen Tänzer zu den sozialen Kontexten der jeweiligen Zeit. Methodisch bewegt sich Weickmann in ihren eigenen Worten auf dem "Grat zwischen Sozial-, Kultur- und Mentalitätengeschichte" - ausgewertet hat sie dazu Traktate und Schriften zum Tanz. Mehr literarisch als wissenschaftlich interessant findet die Rezensentin Christina Thurner Weickmanns Biografien einzelner Tänzerinnen - höchst lesenswert scheint ihr aber das Kapitel "Der Körper im Tanz - eine Sprache", das aufschlussreiche Informationen zur "Etablierung der Kunstform Tanz" bietet.
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