Donatella Mazzoleni, Umberto Pappalardo

Pompejanische Wandmalerei

Architektur und illusionistische Dekoration
Cover: Pompejanische Wandmalerei
Hirmer Verlag, München 2005
ISBN 9783777424453
Gebunden, 415 Seiten, 128,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Agnes Allroggen-Bedel. Die weltberühmten Wandmalereien der Häuser und Villen in Rom, Pompeji, Herculaneum, Oplontis oder Boscoreale gehören zu den größten künstlerischen Leistungen der römischen Antike. Der vorliegende Band stellt die 28 bedeutendsten Gebäudekomplexe sowie ihre Fresken aus römischer Zeit vor, darunter die Mysterienvilla, das Haus der Vettier oder die Domus Aurea. Zum Teil in Originalgröße reproduzierte Details rücken den Betrachter nah an die farbkräftigen Malereien heran und lassen sie fast greifbar erscheinen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2005

Letztlich nicht überzeugt zeigt sich Rezensent Dieter Bartetzko von Donatella Mazzolenis und Umberto Pappalardos Buch über pompejanische Wandmalerei. Dabei findet er den "Enthusiasmus" und den "frischen Blick" der Autoren durchweg sympathisch. Auch attestiert er ihnen eine umfassende Kenntnis der Literatur. Mit ihrem strukturalistischen Ansatz aber ist er nicht einverstanden. Statt des Ergründens einstiger Zustände gehe es ihnen um ein "methodologisches Modell, das nicht historistisch ist, sondern vom linguistischen Strukturalismus abgeleitet" (Mazzoleni/Pappalardo). Fragwürdig erscheint Bartetzko diese Vorgehensweise etwa, wenn die Autoren Stadtgrundrisse und Strukturen Pompejis, Herculaneums und Roms als "ausgeklügelte symbolhaltige Gesamtkunstwerke" deuten - ungeachtet der verworrenen Entwicklungsgeschichte dieser Orte. Zudem hält er ihnen vor, "existentielle Grundlagen der antiken Wandmalerei" zu vernachlässigen, weswegen ihm die Thesen der Autoren am Ende vorkommen wie "Seifenblasen mutwilliger Phantasten".
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