Zu fünft brechen sie auf: Miguel, Fernando, Emilio, Jaz und Ángel. Die Jugendlichen haben sich erst vor Kurzem kennengelernt, aber sie haben ein gemeinsames Ziel - es über die Grenze in die USA zu schaffen. Wenn sie zusammenhalten, haben sie vielleicht eine Chance. Vor ihnen liegen mehr als zweieinhalbtausend Kilometer durch ganz Mexiko, die sie als blinde Passagiere auf Güterzügen zurücklegen. Doch nicht nur Hunger und Durst, Hitze und Kälte sind ihre Gegner. Auf den Zügen herrschen eigene Gesetze und unterwegs lauern zahlreiche Gefahren: Unfälle, Banditen, korrupte Polizisten, Drogenhändler und Menschenschmuggler. Werden sie ihr Ziel im Norden erreichen?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.03.2015
Sieglinde Geisel reißt die hier erzählte Geschichte jugendlicher Migranten aus Mexiko nicht zuletzt deshalb so mit, weil sie vom Autor erfährt, dass nichts davon erfunden ist, sondern vor Ort recherchiert und aufgeschrieben. Dirk Reinhardt erzählt von der Schicksalsgemeinschaft dreier Freunde auf der Flucht vor Korruption, dem Elend und der Armut ihrer Heimat, immer bedroht von Banditen, Hunger und Durst und in der Hoffnung auf etwas Glück und Verständnis. Die exemplarische Anlage der Figuren tritt laut Geisel bald in den Hintergrund, und die Jugendlichen gewinnen an Kontur, je mehr sie erleben und erleiden.
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