Dietrich Grönemeyer ist überzeugt: Der Mensch muss im Zentrum stehen. Reine Kostenfixierung macht blind für Chancen eines umfassenden Konzepts der Gesundheitsgestaltung und Gesundheitswirtschaft. Das leidenschaftliche Plädoyer gegen Dogmatismus, für eine liebevolle Medizin zwischen HighTech und Naturheilkunde. Innovation, Wettbewerb, unternehmerische Phantasie verbinden - zum Nutzen der Lebensqualität von Menschen. Der Arzt als mitfühlender Partner des Patienten - darum geht es.
Dietrich Grönemeyer hat Elisabeth von Thadden beeindruckt. Er sei ein "Multioptionsgenie", der in seinem Porträt einer menschlichen Medizin mühelos zwischen Homöopathie, Mikro-Therapie, Akupunktur und Tai-Chi herumspaziere. "Freimütig wie medientauglich" schreibe Grönemeyer für jeden, "der je eine Praxis betrat". Die Vielfalt des Arztes und Medizinprofessors, der jeden Hausarzt in einen flexiblen Gesundheitsmanager umwandeln möchte, werde aber schließlich zum Manko des Buches. "Unfreiwillig" biete Grönemeyers Vielzahl der medizinischen Welten ein Abbild des verwirrten Patienten, der nicht weiß, wem er sich anvertrauen kann. Und schließlich erweise sich der Autor als einer jener Ärzte, die nicht frei sind von der "säkularen Erlösungshoffnung", jeden heilen zu können.
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