Dieter Schenk

Tod einer Polizistin

Die Geschichte eines Skandals
Cover: Tod einer Polizistin
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2000
ISBN 9783455064940
Broschiert, 256 Seiten, 18,41 EUR

Klappentext

Mit Dokumentenanhang. Hanna Büttner, eine gerechtigkeitsliebende junge Frau mit sportlichen Neigungen, hat sich für eine Laufbahn bei der Polizei entschieden. So gerät sie aus ihrer Heimat in der schwäbischen Provinz auf ein Berliner Großstadtrevier. Zunächst ist Hanna überaus erfolgreich und gewinnt die Sympathien ihrer Kollegen. Doch allmählich wird ihr klar, dass gerade die erfolgreichen selbstbewussen Frauen bei der Polizei eine heikle Aufgabe erwartet. Sie erleidet eine ganze Reihe von Demütigungen durh Kollegen, die ihr planmäßig das Leben schwer machen...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2000

Leider hat Schenk hier eine Chance vertan, schreibt Martina Gerhardt in ihrer Kritik des Buchs. Sie schildert zunächst die Schwierigkeiten einer Zusammenarbeit von Männern und Frauen in Berufen, die bisher als reine Männerdomäne galten und kommt dann auf die Polizei zu sprechen, wo diese Schwierigkeiten durch die Härte der täglichen Arbeit noch erhöht werden: Frauen und Männer hätte unterschiedliche Strategien sich gegen das Schreckliche zur Wehr zu setzen, mit dem sie täglich zu tun haben - die Männer durch Sarkasmus und harte Jargons, die auch sexistische Scherze einschließen. Aber wie arbeitet man dann mit Frauen zusammen, die solche Scherze nicht ertragen? Gerhardt betont, dass Schenk sein Buch selbst als Polizist geschrieben hat und verschiedene Fälle von "gemobbten" Polizistinnen in dem idealtypischen, aber fiktiven Fall der Hanna Büttner zusammenfassen will. Dies misslingt ihm nach Auskunft der Rezensentin. Das Thema gehe ihm unter Aufbietung allzu vieler Details und untypischer Figuren leider verloren. So sehr sich Gerhardt aber darüber ärgert, so sehr betont sie doch auch, dass dieses Buch ein Appell zum Hinsehen und zum Engagement sei.

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