4. erweiterte und überarbeitete Auflage. Herausgegeben von Horst Möller, Volker Dahm und Hartmut Mehringer unter Mitarbeit von Albert A. Feiber. Mit 450, großenteils farbigen Abbildungen und 18 historischen Karten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2008
Positiv bespricht Magnus Brechtken das Buch "Tödliche Utopie", eine Geschichte des Obersalzbergs, historischer Knotenpunkt und Machtort Hitlers, die nun in einer Neuauflage erschienen ist. Angesichts neuer Forschungsergebnisse eine richtige Entscheidung, wie der Rezensent findet. Ursprünglich im Rahmen einer Ausstellung zur Dokumentation des Obersalzbergs entstanden, handelt es sich bei dem vorliegenden Band im Gegensatz zum Vorgänger um ein eigenständiges, umfassendes Nachschlagewerk, informiert Brechtken. Besonders lobt er die Darstellungen Albert A. Feibers zur Ortsgeschichte, die den Berg als "unschuldige Projektionsfläche" widerstreitender Interessen porträtiere. Eine reiche Ausstattung an Karten und Bildern erleichtere darüber hinaus den Zugang zum Thema.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.03.2003
"Die tödliche Utopie" ist viel mehr als ein Ausstellungskatalog zur bislang einzigen Dauerausstellung über das Dritte Reich, findet Rezensent Wolfgang Jean Stock. Der nun in vierter Auflage erscheinende und erheblich erweiterte Band sei insgeheim zu einem Bestseller geworden und trage durch die Fülle der genau erläuterten Dokumente zum Verständnis der Epoche bei. Stock hebt vor allem die Vielseitigkeit des Buches hervor. Er lobt die reiche Bebilderung ebenso wie die Tatsache, dass hier alle Erscheinungsformen des Nationalsozialismus behandelt werden. Selbst dem "anderen Deutschland" von Widerstand und Emigration werde ein eigenes Kapitel gewidmet. Die grafischen Darstellungen erhöhen die Anschaulichkeit zusätzlich, bemerkt Stock abschließend.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.07.2001
Zunächst sei die vom Münchener Institut für Zeitgeschichte ausgearbeitete Dauerstellung auf dem Obersalzberg, misstrauisch beäugt worden, berichtet "rab". Man fürchtete rechtsradikale Wallfahrer, die Hitlers Wirkungsstätte, seinem Privat- und zweiten Regierungssitz, einen Besuch abstatten wollten. Zu Unrecht - stattdessen strömten jährlich bis zu 150 000 interessierte und kritische Besucher in die Ausstellung, deren Konzept sich nun auch im Katalog unabhängig von einem Besuch überprüfen lässt. Ausstellung/Katalog unterrichteten über die spezielle Geschichte des Ortes sowie über die allgemeine Geschichte der NS-Diktatur, teilt "rab" mit. Der letzte Teil sei der "Vergangenheit, die bleiben wird", gewidmet - mit vielen Abbildungen und Karten hervorragend dokumentiert; gemeint sind die Bunkeranlage und das politische Vermächtnis dieses Ortes. Erst nach dem endgültigen Abzug der Amerikaner in den 90er Jahren sei das Gelände dem Land Bayern zugesprochen worden, erfährt der Leser von "rab".
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