Herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Generaldirektion der Staatlichen Archive. Bearbeitet von Kalr U. Gelberg. Die Edition der Protokolle des Bayerischen Ministerrats gibt umfassend Einblick in die Beratungen der Staatsregierungen bis 1954 und damit in die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung Bayerns in schwierigen Jahren des Neuanfangs. Das Editionsprojekt ist auf insgesamt 10 Bände angelegt. Im zweiten Kabinett unter Ministerpräsident Ehard trägt die CSU erstmals allein die Regierungsverantwortung. Mit Josef Müller (dem "Ochsensepp") gehört jetzt auch der Landesvorsitzende der CSU dem Kabinett an. Im Mittelpunkt der 54 Ministerratsprotokolle des ersten Bandes für die Jahre 1947/1948 stehen das Verhältnis zur amerikanischen Militärregierung, hier insbesondere der Konflikt über die Schulreform, die kritische Lebensmittel- und Energieversorgung sowie die Flüchtlingssituation und die Abwicklung der Entnazifizierung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2003
Auch der vierte Band mit den Protokollen des Bayerischen Ministerrats, der die Sitzungen des zweiten Kabinett Ehards vom 24. September 1947 bis 22. Dezember 1948 umfasst, hat Rezensent Günther Buchstab rundum überzeugt. Respekt zollt Buchstab insbesondere dem Bearbeiter Karl-Ulrich Gelberg, der die Protokolle mit einem umfangreichen Anmerkungsapparat "mustergültig" kommentiert und mit einem "detaillierten Register" erschlossen habe. In seiner "kenntnisreichen" Einleitung schildere Gelberg neben der Quellenlage die Bildung, Veränderungen und Mitglieder des Kabinetts sowie die Schwerpunkte der Regierungstätigkeit und der Anteil der einzelnen Minister. Insgesamt biete die Edition "reichhaltiges und vorzügliches Anschauungsmaterial" für die schwierigen, an parteiinternen Auseinandersetzungen reichen Anfangsjahre der CSU in der unmittelbaren Nachkriegszeit.
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