Mit illustrierten Sonderseiten. 2013 ist Grimm-Jahr. Jacob und Wilhelm Grimm sind weit mehr als die bekanntesten Märchenerzähler der Deutschen. Tatsächlich zählten die berühmten Brüder zu den produktivsten Sprachforschern ihres Jahrhunderts. Pünktlich zur Ausstellung Expedition Grimm des Landes Hessen (April - September 2013) erscheint der vorliegende, von namhaften Sprachhistorikern und Grimm-Forschern erarbeitete Band. Das Buch gibt einen spannenden Überblick über das Wirken der Grimms, präsentiert die Sprachkultur damals und heute, vermittelt Einblicke in zwei außergewöhnliche Forscherleben und zeigt, wie ihre Ideen und Konzepte bis heute aktuell geblieben sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.10.2013
Keine Frage für Wolfgang Krischke, das Werk der Brüder Grimm steht für sich. Das bestätigt ihm auch der Großteil der Beiträge in diesem Band, aus dem der Rezensent eine Menge über die Grimms und die von ihnen ausgehende Faszination erfährt, ohne sich erst durch einige Regalmeter Forschung zu quälen. Die romantische Grundüberzeugung ists, die poetische Kraft und Intuition, referiert Krischke die Ergebnisse der Darstellung. Warum allerdings am Ende die Grimms noch dem Zeitgeist subsummiert werden müssen, bleibt dem Rezensenten schleierhaft. Als Vertreter einer antinormativen Sprachwissenschaft taugen sie seiner Meinung nach genauso wenig wie als Vorreiter europäischer Integration, als die man sie ihm hier ohne Not verkaufen will.
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